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Bildungsakademie in Lingen investiert in neue Technik

Die Bildungsakademie des Lingener Handwerks investiert regelmäßig in die Erneuerung und den Ausbau der technischen Infrastruktur am Schwarzen Weg. 508.000 Euro stehen nun zu Buche, unter anderem für die Anschaffung einer neuen CNC-Drehmaschine mit Zubehör.

 

Letztere kostete nach Angaben von Geschäftsführer Heiner Hoffschroer 150.000 Euro. Die gleiche Summe war für eine neue EDV mit rund 100 PC-Arbeitsplätzen fällig, 140.000 Euro für den Bereich Elektrotechnik und 45.000 Euro für die Anschaffung einer konventionellen Fräse. Die Anschaffungen erstreckten sich über einen Investitionszeitraum zwischen 2014 und 2017. Fördermittel in Höhe von 110.000 Euro flossen vom Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle und vom niedersächsischen Kultusministerium. 400.000 Euro zahlte die Bildungsakademie aus Eigenmitteln.

 

Praxisnahe Schulung

Ziel der Bildungsakademie sei es, praxisnah das zu schulen, was in Industrie und Handwerk eingefordert werde, erläuterten Hauptgeschäftsführer Horst Hagemann und Kreishandwerksmeister Georg Kall. Im Schnitt fielen pro Jahr Investitionen in Höhe von rund 100.000 Euro an, um immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Die berufliche Bildungsarbeit sei nur so gut wie Technik und Mitarbeiter. „Deshalb sind zwei Mitarbeiter auch eine Woche lang speziell auf die neue CNC-Drehmaschine geschult worden“, erläuterte Hoffschroer.

 

Deutlich verändert hat sich in den vergangenen Jahren der Förderrahmen für solche Neuanschaffungen. Die Zeiten wie 2009, wo 60 Prozent der Summe bezuschusst wurden, sind vorbei. Den größeren Anteil müssen Bildungsträger wie die Bildungakademie des Handwerks selbst schultern und durch ihre Qualifizierungs- und Lehrgangsangebote erwirtschaften.

 

Die „Maßnahmenlandschaft“ selbst hat sich Hagemanns Angaben zufolge deutlich verändert. In früheren Jahren bei einer deutlich höheren Arbeitslosigkeit waren über die Arbeitsagentur geförderte Umschulungsangebote noch häufiger auf dem Bildungsmarkt vorzufinden. Dadurch habe es auch einen größeren Wettbewerb etwa mit dem Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer in der Nachbarschaft am Schwarzen Weg gegeben. Heute, wo im Prinzip Vollbeschäftigung herrsche, spiele das Thema Umschulungen eine geringere Rolle. Die Bildungsakademie und das BTZ würden dort, wo es möglich sei, auch Bietergemeinschaften bilden, um Maßnahmen organisieren zu können.


Fortlaufende Qualifizierung wichtig

Ein differenziertes Angebot an Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen (ÜLU) und Meisterkurse bilden das Gerüst der Arbeit der Bildungsakademie. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels im Handwerk sei den Betrieben bewusst, wie wichtig eine fortlaufende Qualifizierung sei, betonte Kreishandwerksmeister Kall. Das Ergebnis sei eine hohe Qualität der Auszubildenden. Die gilt es den Gesprächspartnern zufolge, im Laufe der Berufsjahre zu erhalten. „Der Meisterbrief hat immer noch einen sehr hohen Stellenwert“, sagte Bauunternehmer Kall.

 

Quelle: Lingener Tagespost vom 13.06.2017
Text/Foto: Thomas Pertz